Anonyme IP Adresse

Der Begriff „anonyme IP-Adresse“ steht hierbei für einen anonymen Internetzugang. Die IP-Adresse ist, zusammen mit einer genauen Uhrzeit, meist der erfolgversprechendste Ansatz, um die Identität des Anschlussinhabers (nicht unbedingt die des Surfers) zu ermitteln.

Obwohl die Vorratsdatenspeicherung in Deutschland zur Zeit ausgesetzt ist, speichern dennoch viele grosse Provider (illegalerweise!) wochen- oder gar monatelang die vergebenen IP Adressen.

Einen Internetzugang per Telefon/DSL/Kabel kann man nicht anonym erhalten, da die Adresse ja unverzichtbar ist, um den Zugang freizuschalten. Etwas anders sieht es dagegen bei mobilen Internetzugängen, Surfsticks und WLAN Zugängen aus. Diese können aber in der Regel nur temporär genutzt werden. Vom eigenen Büro oder Haus aus, hinterlässt man dann leider wieder Spuren.

Eine weitere Möglichkeit sind Anonymisierungsdienste wie z.B. TOR. Allerdings leidet der Datendurchsatz dabei sehr.

Gegen Kosten kann man sich einen Zugang bei einem VPN Provider mieten. Dies hat gegenüber Proxies den Vorteil, dass jede Art von Internettraffic durch die anonyme IP geleitet wird, während Proxies meist nur Web-Traffic anonymisieren.

Bei einem VPN Provider kann man anonym zahlen und erhält Logindaten zu diversen VPN Servern. Zu diesen stellt man in der Regel eine PPTP Verbindung her (der einfachste, aber nicht der sicherste Weg) und surft ab sofort über eine anonyme IP im Ausland. Als anonyme Zahlmöglichkeit empfiehlt sich vor allem eine PaySafeCard oder noch besser Bitcoins. Falls diese nicht verfügbar sind, tut es meist auch eine anonyme Kreditkarte oder ein anonymer Paypal Account.

Unabdingbar ist, dass man dem VPN Provider vertraut. Zwar kann man die Zahlung anonym abwickeln und mehr Daten als eine anonyme E-Mail Adresse werden meist nicht gefordert. Allerdings könnte der VPN Provider, falls er die Logfiles aktiviert hat, Ihre richtige, nicht anonyme, IP-Adresse sehen (und verraten). Für zusätzliche Sicherheit könnte man zwei VPN Dienste kaskadieren, dann genügt es wenn einer vertrauenswürdig ist. Dies bedeutet aber in der Regel erhöhten Aufwand und doppelte Kosten.

Als VPN Provider, der nach eigener Angabe keine Logs führt, hat sich bisher www.perfect-privacy.com bewährt. Hier kann man auch problemlos per Paysafecard zahlen. Ein Zugang für 3 Monate wird mit einer 50 Euro Paysafecard bezahlt. Längere Zugänge kosten weniger pro Monat.

Als weitere Alternative sei noch CyberGhost genannt.(Kostenlose)

Nicht zu empfehlen ist dagegen der Provider „HidemyAss“ – deswegen!

Auch der Mixing Service von JonDonym sollte hier nicht unerwähnt bleiben. Im Gegensatz zum VPN wird hier nur der Traffic anonymisiert, der explizit über den Proxy geleitet wird. Allerdings ist die Anonymisierung hierbei stärker, da mehrere Mixes hintereinander verwendet werden. Weiterhin bietet JonDonym ein Firefox Profil, welches auf maximale Anonymität optimiert ist und das Aufdecken der echten Identität durch die Ausnutzung von Sicherheitslücken verhindern soll. Betrachtet man die Webseite des Projekts, so kann man feststellen, daß dort Profis am Werk sind die Ihren Job verstehen.

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